Newsletter
Melden Sie sich hier kostenlos an
E-Mail    
Firma  
Branche  
Vorname  
Nachname  
Anrede  
Titel
Funktion  
Kontakt

Fischer Profil GmbH
Waldstraße 67
D-57250 Netphen-Deuz
Telefon: 0 27 37 - 5 08 - 0
Telefax: 0 27 37 - 5 08 - 1 18
info@fischerprofil.de

Kontaktformular
Anfahrt

Fragen & Antworten (FAQs) » Details

Insgesamt 1 Seite

Was ist Schnittflächenschutz, bzw. Kantenschutz?

Wie entstehen offene Schnittflächen?

  • Fischer Kantprofile werden verzinkt oder legierverzinkt, meist zusätzlich beschichtet vor der Umformung als Streifen hergestellt, und dazu ringsum mit Flachblechscheren geschnitten.
  • Fischer Profiltafeln, wie Trapezprofile, Kassettenprofile, Fassadenpaneele, Pfannenblech, Stehfalzelement werden vor der Profilierung mit Flachblechscheren oder nach der Profilierung mit Profilscheren in Bestellängen geschnitten.
  • Fischer ISOTHERM Sandwichelemente werden mit feinzahnigen Bandsägen nach der Herstellung in Bestellängen geschnitten.
  • Alle Fischer Bauelemente werden am Verarbeitungsort, meist einer Baustelle mit Handblechscheren, elektrischen Blechscheren, Nipplern (Knabbern), Stichsägen oder Handkreissägen weiter bearbeitet und angepasst.
Wie funktioniert der Schnittflächenschutz ?
  • Bei verzinktem Grundmaterial Z 275, oder legierverzinktem Grundmaterial ZA 255, ob zusätzlich beschichtet oder nicht, wirkt unter Einfluß von Regenwasser der »Kathodische Schutz«. Dieser Effekt beruht auf der Tatsache, daß Zink in der elektrochemischen Spannungsreihe der Metalle tiefer liegt als Stahl. Hierdurch ist Zink in der Lage, den »edleren« Stahlkern auch auf elektrochemischem Wege zu schützen. Zink gibt als Anode laufend Zinkionen ab, die sich an der edleren Kathode anlagern. Dieser Effekt sorgt dafür, daß die freiliegende Stahlfläche, auch im Bereich von Verkratzungen geschützt ist.
  • Bei Grundmaterial mit 55% AlZn AZ 185-Überzug (Aluzink) ist die »kathodische Schutzwirkung« nur bei geringen Blechdicken ausreichend. Da aber der Aluminium-Anteil gegen Bewitterung unempfindlicher ist als Zink, das sich aufgrund der »kathodischen Schutzwirkung« opfert, bildet sich ein Alu-Skelett, das als Barriere die Schutzwirkung gegenüber dem Stahlkern aufrechterhält. Dies wird dadurch begünstigt, daß Zinksalze die Poren des Alu-Skeletts verschließen. Die Schichtdicke des metallischen Überzuges bleibt daher bei 55% AlZn im Vergleich zur Verzinkung an den Schnittflächen erhalten. Das Alu-Skelett trägt zum Stillstand der Weiterrostung des Stahlkerns bei, da der Alu-Anteil nicht als Opferanode aktiviert werden kann.

Wann sind Schnittflächen nachzubehandeln?

In der DIN 55928-8 (Korrosionsschutz von tragenden dünnwandigen Bauteilen) steht unter Punkt 7.2, Schnittflächen und Kanten: »Die Schnittflächen und Kanten bandverzinkter und bandlegierverzinkter Bleche bis 1,5 mm Dicke bedürfen erfahrungsgemäß keines zusätzlichen Korrosionsschutzes«.

Wenn jedoch besondere „bauseitigen“ Einflüsse wie ungewöhnlich aggressiven chemischen oder Umweltbelastungen vorliegen, kann ein nachversiegeln (zum Beispiel mittels lufttrocknendem Klarlac) vorteilhaft sein. Besonders groß ist die korrosive Beanspruchung der Schnittflächen bei bewitterten Dachbauelementen, im Bereich der Traufe und Querstöße, insbesondere bei geringer Dachneigungen durch Ablagerungen.

Bei Wunsch oder Bedarf, ist dies jedoch eine zusätzliche Leistung die separat vereinbart werden muss.

 

Verzinkung Z 275 55% AlZn AZ 185

Zink schützt aufopfernd die Schnittfläche des Stahls, die Auftragsdicke des Zinks nimmt ab, bis es sich selbst verzehrt hat.

Die zinkreiche Phase schützt aufopfernd die Schnittfläche und Korrosionsprodukte füllen die Hohlräume in dem stabilen Aluminium. Dies schließt den Zugang des Korrosionsangriffs auf den Stahlkern.

Vergleich der Alterung an der Schnittfläche bei alten verzinkten Stahlblechen zu alten Stahlblechen mit 55% AlZn Überzug:

>Diesen Beitrag können Sie auch als PDF herunterladen