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Insgesamt 1 Seite

Was ist bei Kratzern in der Bauelementoberfläche zu tun?

Antwort:

Bauelemente aus Stahlblech haben gebrauchsfertig eine Oberfläche aus einem metallischem Überzug, z. B. einer Bandverzinkung Z 275 oder einer Legierverzinkung AZ 185. Meist besitzen sie zusätzlich dünne, rel. kratzempfindliche organische Farbbeschichtungen zwischen 15 und 25 µm Dicke, manchmal auch eine kratzfestere 200 µm dicke Beschichtung.

Selbst bei sorgfältigster Produktion, Transport, Be- und Abladen können sogar trotz werksseitigem Schutz durch eine abziehbare Schutzfolie kleinste Beschädigungen der Beschichtung vorkommen. Diese Beschädigungen (Kratzer) durchdringen meist nicht das gesamte Schutzsystem aus Beschichtung und metallischem Überzug, sondern der Stahlkern ist auch an diesen Stellen noch mit einer Zinkschicht bedeckt, so dass die kathodische Schutzwirkung gewährleistet bleibt.

Es gilt der Grundsatz, dass Unregelmäßigkeiten, wie Kratzer, usw., weil technisch nicht sicher vermeidbar, als üblich einzuordnen sind.

Der Kunde kann bei einigen wenigen Kratzern in der Oberfläche deshalb im allgemeinen keine Neulieferung erwarten, weiterhin wäre der Aufwand einer Neulieferung, gemessen an dieser geringen Beeinträchtigung, unangemessen.

Bei optischen Beeinträchtigungen geht es um die Frage, welche Störwirkung Kratzer, Farbabweichungen, Verschmutzungen, usw. auf einen Betrachter haben. Es gilt als Grundsatz, dass derartige Beeinträchtigungen unter gebrauchsüblichen Bedingungen zu beurteilen sind, d.h. die Beurteilung erfolgt aus einem üblichen Betrachtungsabstand und unter Beleuchtungsbedingungen, die bei der späteren Nutzung üblich sind.

Aufgetretene Kratzer können mit Hilfe eines Ausbesserungslackes, der für die jeweilige Beschichtungsart und Farbton hergestellt wurde, so kleinflächig wie möglich beseitigt werden. Dies funktioniert wie bei den Ausbesserungslacken für Autos, diese speziellen Lacke liefert Fischer Profil.

Solche kleinflächige Schädigungen werden in der Regel ausgebessert, es wird kein Materialaustausch vorgenommen, da bei einem Austausch des Bauelements unvermeidbar Farbton- und Glanzabweichungen 'Alt gegen Neu' auftreten können. Weiterhin haben sich in der Regel nach einer gewissen Expositionszeit unter Witterungseinfluss Glanz und Farbeindruck geändert, so dass bei einem Austausch das nachgelieferte neuere Bauelement den einheitlichen Eindruck des Bauwerkes stärker beeinträchtigen kann, als eine sorgfältig durchgeführte Ausbesserung.

An Wandflächen sollten kleinflächige Schädigungen aufgrund der zuvor erwähnten möglichen Farbabweichungen eher nicht ausgebessert werden. Auf Dachflächen ist wegen der stärkeren korrosiven Beanspruchung immer eine Ausbesserung vorzunehmen.

Sollten Kratzer den metallischen Überzug durchdrungen haben, so dass der Stahluntergrund freiliegt, gilt das zuvor gesagte. Auch hier empfiehlt es sich auszubessern. Es ist aber zusätzlich erforderlich, durch eine Korrosionsschutzgrundierung den gesamten Korrosionsschutz wiederherzustellen.

Netphen, im März 2001

Falsche, weil viel zu großflächige Ausbesserung

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