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Wird Zink durch Niederschläge von Dach- und Wandflächen in den Boden abgeleitet und ist dies schädlich?

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Umweltbelastungen durch Fremdstoffe und die Frage ihrer Schädlichkeit wird derzeit umfassend diskutiert.
 
Dies auch im Hinblick auf Bauelemente von Dach und Wand aus Zink, bzw. aus Stahlblech mit Verzinkung oder einem metallischen Überzug aus 55%AlZn (Aluzink), ohne zusätzliche organische Beschichtung.
 
Ein Aspekt ist hier die Ablösung der Korrosionsprodukte von Zink durch Bewitterung und deren Abschwemmung durch Niederschläge.
 
Die abgeschwemmten Korrosionsprodukte gelangen in Kläranlagen,
Vorfluter oder Versickerungsanlagen.
 
In den vergangenen Jahren hat diese Menge aufgrund wesentlich reduzierter Schwefeldioxid (SO²) -Konzentration der Luft aufgrund Schadstoffreduzierung bei Abgasen von Heizungsanlagen und Fahrzeugen kontinuierlich abgenommen, und wird weiter abnehmen.
 
Betrug der SO²- Gehalt der Luft 1978 etwa 90 µg/m³, so waren es 1992 nur noch etwa 9 µg/m³, also 10 %.
 
Die Abschwemmrate, Maß der Ablösung der äußeren schützenden Korrosionsschicht von Zink durch Niederschläge, wird in g/m² und Jahr oder in µm/Jahr gemessen.
 
Bei Messungen in Hannover hatte sich die Abschwemmrate bei Zink von ca. 6 g/m² und Jahr in 1991 auf nur noch ca. 3 g/m² und Jahr in 1998 halbiert.
 
Für verzinkte Oberflächen kann man deshalb heute von einer durchschnittlichen Abschwemmrate in der Größe von max. 3 g/m² und Jahr, entsprechend 0,4 µm/Jahr ausgehen.
 
Im Gebäudebestand der Bundesrepublik Deutschland sind ca. 260 Mio. m² als bewitterte Fläche von Dächern und Dachentwässerungen aus Zink der Bewitterung ausgesetzt.
 
Hieraus berechnet sich die gesamte Abschwemmung von Zink in Höhe von etwa 780.000 kg/Jahr.
Die Abschwemmung von Dach und Wandflächen beträgt aber lediglich ca. 6 % der sonstigen Zinkbelastung aus der Atmosphäre durch Staub.
 
Zink ist überall in unserer Umwelt natürlich vorhanden.
Zink ist für den Menschen und viele weitere Organismen ein lebensnotwendiges Spu­renelement.
 
Über 300 Stoffwechselvorgänge hängen von einer ausreichenden Zink-Versorgung ab.
 
Zellwachstum, Wundheilung, die Abwehrkräfte, Rekon­valeszenz, aber auch Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit, ja sogar Hautveränderungen und der Zustand der Haare - dies alles ist in der einen oder anderen Form abhängig von der Zink-Konzentration in unserem Körper.
 
Berücksichtigt man, dass Zink ein essentielles Spurenelement ist, so kann im Einklang mit den bisherigen toxikologischen Erkenntnissen zu Zink auf Grenzwerte zum Schutz des Menschen vor übermäßigen Belastungen verzichtet werden.
 
 
(Einschließlich Auszügen aus dem Sachstandsbericht
„Einsatz von Kupfer und Zink bei Dächern, Dachrinnen und Fallrohren“
von Prof. Dr.-Ing. habil. Heinz Hullmann und Dipl. Ing. Udo Kraft)
 
 
Netphen, Mai 03